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AmberBeam

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Zweifenster-Client für FTP, FTPS und SFTP auf macOS, Windows und Linux: tastaturgeführt, mit Warteschlange, die einen Neustart übersteht, Fortsetzen abgebrochener Übertragungen und Import aus FileZilla, WinSCP und PuTTY.

Repository (öffnet in neuem Tab)

Steckbrief

Sprache
Rust
Lizenz
AGPL-3.0
Aktuelle Version
0.1.14
Projektstart

AmberBeam ist ein Übertragungsprogramm mit zwei Dateibereichen für FTP, FTPS und SFTP. Der Kern ist in Rust geschrieben, die Oberfläche in Svelte 5, als Rahmen dient Tauri 2. Es läuft als Programm auf macOS, Windows und Linux und zusätzlich als Container mit Weboberfläche. Das Projekt ist inoffiziell und steht unter der AGPL-3.0.

Wofür es gedacht ist

Die Zielgruppe lässt sich ziemlich genau beschreiben: Wer jahrelang mit einem Zweifenster-Client unter Windows gearbeitet hat, hat die Handgriffe in den Fingern – Funktionstasten, Fokuswechsel per Taste, Ordnerbaum neben jeder Liste, Warteschlange unten, der rohe Server-Log oben. AmberBeam bildet dieses Fenster nach und bringt es auf den Mac und nach Linux. Wo Plattform-Konvention und alte Gewohnheit kollidieren, soll die Gewohnheit gewinnen, solange das Programm dadurch nicht gegen das Betriebssystem arbeitet.

Funktionen

  • SFTP, FTP und FTPS: explizit über AUTH TLS als Voreinstellung, implizit auf Port 990, unverschlüsseltes FTP möglich, aber so lange rot markiert, wie die Verbindung offen ist.
  • Zwei Bereiche mit je Ordnerbaum und Dateiliste. Jede Seite kann lokal oder Server sein, zwei Server nebeneinander sind erlaubt. Übertragungen zwischen zwei Servern laufen über den eigenen Rechner (kein FXP).
  • Eine Warteschlange, die einen Neustart übersteht, und mehrere Dateien gleichzeitig. Die Zahl wird pro Server eingestellt (voreingestellt 8 bei SFTP, 4 bei FTP, bis 64); lehnt ein Server weitere Anmeldungen ab, senkt AmberBeam sie selbst.
  • Abgerissene Übertragungen werden fortgesetzt, aber nur, wenn die Gegenstelle noch gleich groß und gleich alt ist. Sonst beginnt die Datei von vorn, statt zwei Fassungen zusammenzusetzen.
  • Eine Serverliste in Ordnern, je Eintrag eine lesbare JSON-Datei. Passwörter liegen nie darin, sondern im Schlüsselbund, in der Anmeldeinformationsverwaltung oder im Secret Service.
  • Import aus FileZilla, WinSCP, Total Commander, OpenSSH und älteren Windows-Clients; PuTTY-Schlüssel (.ppk) werden gelesen.
  • Verzeichnisse vergleichen, ein lokales Verzeichnis beobachten und Änderungen automatisch hochladen, Dateien direkt auf dem Server bearbeiten.
  • Eine Weboberfläche für den Container und ein MCP-Zugang, über den ein KI-Assistent das Programm bedienen kann – mit eigenen Schaltern für jede Berechtigung.
  • Deutsch und Englisch, hell, dunkel oder Systemvorgabe, fünf Akzentfarben. Keine Cloud, keine Konten, keine Telemetrie.

Sicherheit

Bei SSH wird der Host-Schlüssel gegen ~/.ssh/known_hosts geprüft, ein geänderter Schlüssel wird abgelehnt. Bei TLS gilt der Zertifikatsspeicher des Systems; ein Fehler wird beim Namen genannt (selbstsigniert, abgelaufen, falscher Name …), und eine Ausnahme gilt nur für ein Zertifikat auf einem Host und Port. Updates aus dem Programm heraus werden mit einem Schlüssel signiert, der nicht im Repository liegt, und bei Abweichung abgelehnt.

Stand und Installation

Alle bisherigen Releases sind als Vorabversion gekennzeichnet. Das ist ausdrücklich eine Aussage über den Zustand: Das Programm tue, was es sagt, sei geprüft, aber nicht fertig. Auf dem Rechner des Autors läuft nur die macOS-Fassung im Alltag; Windows und Linux baut die CI bei jedem Release, das Debian-Paket wurde in einem sauberen Debian 12 installiert, das Fenster selbst wurde unter Linux noch nicht auf einem echten Rechner gesehen. Rückmeldungen von dort sind ausdrücklich erwünscht.

Installer gibt es auf der Releases-Seite: .dmg für macOS (nur Apple Silicon), .msi und NSIS-Installer für Windows, .deb, .rpm und AppImage für Linux. Die macOS-Fassung ist ad-hoc signiert und nicht beglaubigt, der Windows-Installer ist unsigniert. Wer selbst bauen möchte, braucht Rust und Node ab 22:

git clone https://github.com/sphings79/amberbeam.git
cd amberbeam
npm install
npm run tauri build

Nicht dabei sind bislang unter anderem FXP, zeitgesteuerte Aufträge sowie S3 und WebDAV; die Liste steht unter „Später“.