Marstek BLE Bridge: Venus E 3.0, Leistungsklassen, offener Access Point
Die Releases 1.3.3 bis 1.3.9 der Marstek BLE Bridge drehen sich um Genauigkeit: Was zeigt die Oberfläche je Modell an, und stimmt es mit dem überein, was die Firmware wirklich tut? Dazu kommt eine Korrektur an der Bridge-Firmware selbst, die erste seit 1.0.0.
Venus E 3.0 liest aus
Die Venus E 3.0 (VNSE3) beantwortet die Statusabfrage mit einem kürzeren Frame als die Venus D: 133 Bytes (139 bei neuerer Firmware) gegen 167, weil sie weder PV- noch Multi-Pack-Felder enthält. Der Parser griff trotzdem nach den Offsets der Venus D und lief über das Frame-Ende hinaus. Der gesamte Status-Parse warf, und jede Karte, die auf Statusdaten wartete, blieb beim Spinner.
Jetzt wird das eigene, aus der Gerätefirmware abgelesene Layout der E 3.0 gelesen: Ladezustand, Batterie- und Netzleistung, Lade- und Entladegrenzen, CT, Betriebsmodus, Entladetiefe sowie die Schalter für LED und Bluetooth. Die Karte der lokalen API zeigt nun auch den echten Zustand und Port statt eines festen Standardwerts.
73 8a 23 03 | ...133 Bytes Zustand... | xor
magic len | Batterie/Netz, SoC, |
| Grenzen, DoD, LED, BT |Leistungsklassen je Modell
Die Geräte-Leistungsklasse nimmt je Modell eine feste Menge an Werten an, ausgelesen aus dem jeweiligen Handler der Control-Firmware: Venus A 800 / 1200 / 1500 W, Venus D 800 / 2200 / 2500 W, Venus E 3.0 600 / 800 / 2500 W. Alle anderen Werte ignoriert die Firmware stillschweigend. Die Oberfläche hatte eine gemeinsame Menge angeboten, die Venus A zeigte also wirkungslose Knöpfe für 2200 und 2500 W und versteckte ihre echten 1200 und 1500 W.
Die E 3.0 bekommt dabei ihre 600-W-Klasse für Länder mit begrenzter Ausgangsleistung und verliert die freie Entladegrenze: Ihre Firmware regelt das über die Leistungsklasse, ein dort gesetzter Wert sprang auf 2500 W zurück. Die CT-Karte sagt außerdem, wenn kein Zähler angeschlossen ist, statt endlos zu drehen; die Typauswahl bleibt, damit man einen einrichten kann.
Eigenverbrauchs-Offset und Anwenden
Der Offset für den Eigenverbrauch wurde nie zurückgelesen, das Feld stand nach jedem Reload auf 0, auch wenn der Speicher einen Wert hielt. Er kommt jetzt aus den Laufzeitdaten, direkt vor dem LED-Flag: bei Byte 150 auf Venus A/D und 0x7A auf der Venus E 3.0. Den genauen Offset hat ein Forenbeitrag geliefert. Nach „Anwenden“ springen Offset und Felder der lokalen API nicht mehr kurz auf den alten Gerätewert zurück, sondern halten den angewendeten Wert, bis der nächste Poll eintrifft. Ein Hinweis erklärt zudem die Grenze: Der Offset ist durch die Leistungsgrenzen gedeckelt, positiv durch die Ladegrenze, negativ durch die Entladegrenze. Steht die Ladegrenze auf 0, landet ein positiver Offset bei 0 – das ist Firmware-Verhalten und kein Fehler.
Fortschritt beim Update
Installiert die Bridge ein angebotenes Release, lädt sie das Image selbst herunter. Die Oberfläche hatte dafür keinen Byte-Fortschritt und zeigte einen Balken bei 0 %; in 1.3.5 wurde daraus ein unbestimmtes „Installiere …“. Ab 1.3.7 streamt die Bridge ihren Download- und Flash-Fortschritt, und der Balken füllt sich mit einer echten Prozentzahl. Ältere Bridges ohne Stream fallen auf den unbestimmten Balken zurück. Nach einem Update der Weboberfläche lädt sich die Seite selbst neu; vorher lief die neue Version unter der alten Oberfläche weiter, weshalb die Fortschrittsänderung zunächst wirkungslos aussah.
Hinweise passen zum Stand der Dinge
EMS-, BMS- und Micro-Inverter-Updates (VNS) sind auf einer Venus D und einer Venus E 3.0 bestätigt. Der VNS-Hinweis ist daher keine Warnung mehr, sondern nur noch die Info, dass die Control-MCU das Update per CAN weiterreicht. MPPT behält die Vorsicht, nur weil im Firmware-Archiv noch kein MPPT-Image liegt.
1.3.9: Offener Access Point
Der Fallback-Access-Point Marstek-Bridge-XXXX war mit WPA2 und einem festen Passwort geschützt, das nirgends stand – die Einrichtung darüber war eine Sackgasse (danke an @TestyTesterGH, Issue #1). Er ist jetzt ein offenes Netz. Die Setup-Seite unter http://marstek-bridge.local/ oder http://192.168.4.1/ nimmt das WLAN entgegen, das Passwort der Bridge, das man von dort setzt, bleibt das eigentliche Tor. Bis 1.3.8 lautete das alte Passwort marstek-bridge. Das ist die einzige Änderung an der Bridge-Firmware in diesem Block; die anderen Releases betreffen die Weboberfläche.
Zu den Projekten
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Marstek BLE Bridge
ESP32-Brücke, die die Bluetooth-LE-Verbindung eines Marstek-Venus-Speichers ins Netzwerk überträgt und die Weboberfläche von Marstek BLE Control selbst ausliefert. Ohne Cloud, ohne App, inklusive Firmware-Updates.
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Marstek BLE Control
Cloud-freies Bedienfeld für Marstek Venus A, D und E 3.0 im Browser über Web Bluetooth: Betriebsmodus, Leistungsgrenzen, Peak Shaving, lokale API und Firmware-Updates per Bluetooth. Kein Konto, keine App.
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