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Leasing-Kilometer in Home Assistant überwachen: Soll, Ist und Prognose

Ein Leasingvertrag erlaubt eine bestimmte Fahrleistung, und jeder Kilometer darüber kostet am Ende Geld. Ob man im Plan liegt, weiß man nur, wenn man regelmäßig nachrechnet – und das macht kaum jemand. leasing-km-home-assistant nimmt diese Rechnerei ab: Die Integration liest eine Entität mit dem Tachostand, die in Home Assistant ohnehin vorhanden ist, und vergleicht sie laufend mit dem Vertrag.

Was die erste Version kann

Mit Version 1.0.0 kam die Integration als „Leasing KM-Rechner“ heraus. Im Einrichtungsdialog gibt man Vertragsbeginn, Laufzeit und erlaubte Gesamtfahrleistung an und wählt die Entität, die den aktuellen Tachostand in km liefert – ein sensor oder ein input_number. Mehr ist nicht nötig, YAML braucht es nicht. Voraussetzung war Home Assistant 2026.4 oder neuer.

  • ein Soll-Ist-Vergleich auf Tages- und Monatsbasis
  • die Restkilometer bis zum Jahres- und zum Laufzeitende, jeweils auf Soll-Basis
  • eine Prognose des Kilometerstands bei aktuellem Fahrtempo
  • 14 numerische Sensoren und 3 Binärsensoren
  • Aktualisierung bei jeder Zustandsänderung der Kilometerstands-Entität sowie automatisch alle 30 Minuten
  • Options-Flow und Reconfigure-Unterstützung, Oberfläche auf Deutsch und Englisch

Die Integration arbeitet vollständig lokal: keine Netzwerkzugriffe, keine API-Schlüssel, kein Cloud-Konto. Version 1.0.1 ergänzte Icons.

Kostenberechnung als Beta

Mit 1.1.0b1 folgte eine optionale Kostenberechnung für Mehr- und Minderkilometer, die standardmäßig ausgeschaltet ist und im Setup oder über das Zahnrad-Symbol aktiviert wird. Konfigurierbar waren der Preis je Mehrkilometer in Cent (9 steht für 0,09 € pro km), die Erstattung je Minderkilometer (0, wenn es keine gibt), eine Toleranzgrenze in km und die Richtung, für die sie gilt. Dazu kamen drei Entitäten: die prognostizierte Abweichung am Laufzeitende, die prognostizierten Kosten bzw. Erstattung (negativ) und ein Binärsensor, der anzeigt, ob die Toleranzgrenze voraussichtlich überschritten wird.

Die Berechnung war noch nicht gegen viele echte Verträge geprüft – deshalb die Kennzeichnung als Beta. Dieses Abrechnungsmodell galt in der ersten Beta: Wird die Toleranzgrenze überschritten, werden alle Kilometer berechnet, nicht nur der Anteil darüber. Das entspreche dem gängigen Vorgehen der meisten Leasingverträge.

Erstattungsgrenze in 1.1.0b2

Die zweite Beta verfeinerte die Logik. Toleranzgrenze Mehr-km und Toleranzgrenze Minder-km sind jetzt getrennte Felder, die Richtungsauswahl entfällt (0 deaktiviert). Neu ist ein Feld für die maximal erstattbaren Minderkilometer, 0 bedeutet unbegrenzt. Bei Mehrkilometern bleibt es dabei: Wird die Toleranz überschritten, werden alle berechnet, ohne Obergrenze. Bei Minderkilometern gilt die Erstattung nur im Erstattungsband:

Minderkilometer          erstattungsfähig
0 bis Toleranz           0 (innerhalb der Toleranz)
Toleranz+1 bis +Grenze   km minus Toleranz
über Toleranz+Grenze     gedeckelt auf die Grenze

Bei einer Toleranz von 2.500 km und einer Grenze von 10.000 km liegt das Erstattungsband also bei 2.501 bis 12.500 km. Wer von 1.1.0b1 kam, musste die Konfiguration einmalig über das Zahnrad anpassen, weil die alte Toleranz mit Richtungsauswahl durch zwei Felder ersetzt wurde.

Was aus der 1.1.0 wurde

Die Version 1.1.0 ist nie als Release erschienen; die Änderungen gingen in Version 2.0.0 auf. Wie es mit der Integration weiterging, steht im nächsten Beitrag. Installiert wird sie über HACS als benutzerdefiniertes Repository (https://github.com/sphings79/leasing-km-home-assistant, Kategorie „Integration“) oder manuell durch Kopieren von custom_components/leasing_km.

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